Freitag, 19. April 2013
19.4.2013 Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag in das Paulystift!!
Frau Schuster auf dem Foto mit ihren beiden Töchtern Angela und Ingeborg
Sonntag, 14. April 2013
13.4.2013 Senionenclubs stellen sich im Schwanenmarkt vor
Aktionstag
Seniorenclubs
Samstag,
13. April 2013 von 10-16 Uhr im Schwanenmarkt
Grußwort
Meine
sehr geehrten Damen und Herren,
ich
freue mich sehr, hier und heute die Gelegenheit zu haben, Sie namens
der Verwaltung und des Rates der Stadt Krefeld sehr herzlich begrüßen
und zum Aktionstag des Arbeitskreises
Krefelder
Seniorenclubs willkommen heißen zu dürfen.
Die
heutige Veranstaltung richtet sich natürlich in erster Linie an
Seniorinnen und Senioren und damit an eine Bevölkerungsgruppe, die
nicht nur in Zahlen immer größer, sondern auch an
gesellschaftlicher
Bedeutung immer wichtiger wird.
Insofern
tut es gut, sich an einem Tag wie heute in ganz
zwangloser
Atmosphäre vergewissern zu können, dass die Stadt Krefeld mit einem
reichhaltigen und differenzierten Angebot für
die
Freizeitgestaltung und Betreuung älterer Menschen
außerordentlich
gut aufgestellt ist.
Älter
werden hat in Krefeld eben nicht zwangsläufig den Verlust sozialer
Kontakte und fehlende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zur Folge,
ganz im Gegenteil:
All
jene, die Interesse an Gruppenangeboten, gemeinsamen
Veranstaltungen
oder einfach nur am gemütlichen „Kaffeeklatsch“ haben, müssen
in Krefeld nicht lange nach Gleichgesinnten
suchen.
Dass
dies so ist, verdanken wir dem großen Engagement der in den
Seniorenclubs, aber auch in der Fachverwaltung der Stadt arbeitenden
Menschen, denen ich an dieser Stelle auch einmal sehr herzlich danken
möchte.
Ich
wünsche dieser Veranstaltung einen guten Verlauf und Ihnen, den
Besucherinnen und Besuchern, einen angenehmen
Aufenthalt,
bei dem Sie – neben einem umfassenden
Informationsangebot
– nicht nur in den Genuss eines kurzweiligen Bühnenprogramms
kommen, sondern auch die Gelegenheit
haben
werden, sich aktiv zu vergnügen.
Ich
wünsche viel Spaß und danke Ihnen.
Einige Fotoimpressionen von dem sehr gelungenen Aktionstag!! (auf den Fotos u.a. Monika Klima und Christof Behlen von der Grünen Sozialgruppe, die Pan-Band, Frau Silke Schlubat vom Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen, Frau Stöcker-Mockenhaupt, Moderation der Veranstaltung und Leiterin des "Bürgertreff" Ostwall 85, Herr
Montag, 25. März 2013
18.3.2013 Neuer Erweiterungsbau der Hochschule Niederrhein
Erster
Spatenstich, Rede von Bürgermeisterin Monika Brinner
Hochschule
Niederrhein,18.3.13, 12.00 Uhr,
Reinarzstr.
49.
Meine
sehr geehrten Damen und Herren,
stellvertretend
für Herrn Oberbürgermeister Kathstede darf ich Sie heute sehr
herzlich zum ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau auf dem
Campus Süd der Hochschule Niederrhein begrüßen und Ihnen die
besten Wünsche von Verwaltung und Rat der Stadt Krefeld übermitteln.
Wachstum,
meine Damen und Herren, ist nach meiner persönlichen Auffassung kein
Wert an sich. Dass aber die Hochschule Niederrhein wächst und eine
erneute Erweiterung notwendig geworden ist, kann zweifellos als Teil
einer Erfolgsgeschichte betrachtet werden, welche die Hochschule seit
ihrer Gründung im Jahre 1971 schreibt.
Erinnern
wir uns an die Anfangszeit, so war diese durch die Verteilung der
Einrichtung auf vier verschiedene Standorte allein in Krefeld geprägt
von Zerrissenheit und den dadurch entstehenden Schwierigkeiten, die
sich für die wünschenswerte fachbereichsübergreifende
Zusammenarbeit
ergaben.
Mit
den Jahren aber haben wir die sukkzessive
Realisierung
des Campus-Gedankens erlebt und werden mit dem heute zu tätigenden
ersten Spatenstich für das neue Modulgebäude auf diesem Wege einen
weiteren Schritt nach vorn machen. Darüber freue ich mich sehr.
Natürlich
geht es in erster Linie darum, dass diese
Erweiterung
die einzig richtige Antwort auf die erwartete signifikante Zunahme
der hier Studierenden darstellt. Wir alle wissen, dass viele
Hochschulen und Universitäten mit der Bewältigung der doppelten
Abiturjahrgänge
große
Probleme haben.
Doch
gleichzeitig kommt dieser räumlichen Erweiterung auch ein
symbolischer Gehalt zu, spiegelt sich doch
darin
auch die zunehmende Bedeutung der Hochschule Niederrhein nicht nur
für die hier Lehrenden und
Lernenden,
sondern auch für die Stadt Krefeld wider.
Denn
in der Tat kann die Stadt als Hochschulstandort von diesem Umstand
nur profitieren. Dass im
Umkehrschluss
die Stadt in ihren Planungen die
Belange
und Interessen der Hochschule zu
berücksichtigen
hat, versteht sich von selbst, zumal
wiederum
dies auch zu ihrem eigenen Wohle ist.
Wir
können es also drehen und wenden wie wir wollen:
Hochschule
und Stadt sitzen im selben Boot und auch wenn selbst bei bestem
Willen ein hoher Wellengang das gemeinsame Vorankommen erschweren
kann, sind sich doch beide Insassen über den grundsätzlichen Kurs
einig und paddeln – um im Bild zu bleiben – in dieselbe Richtung.
Ich
wünsche mir jedenfalls sehr, dass wir da, wo es nötig ist, noch
enger zusammenkommen und die bestehende fruchtbare Kooperation weiter
intensivieren und
ausbauen.
Lassen
Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass
weiterhin
junge Menschen nicht nur den Weg an unsere Hochschule, sondern auch
in und mit der Stadt Krefeld ein neues Zuhause finden, in dem es sich
gut leben lässt.
Die
Hochschule Niederrhein hebt heute zu einem
weiteren
wichtigen Schritt auf diesem Wege an.
Ich
hoffe sehr, dass sich beim gleich anstehenden
Spatenstich
niemand verletzt und wünsche dem Projekt einen guten und
reibungslosen Verlauf.
Ich
danke Ihnen.
Donnerstag, 21. März 2013
21.3. 2013 Demo gegen Rechts 13.00 Uhr vor den Flüchtlingsunterkünften am Siemesdyk
Ca. 100 Menschen haben sich vor den Flüchtlingsunterkünften am Siemesdyk 9 -39 getroffen, um sich schützend vor die dort lebenden Menschen zu stellen!! Viele Menschen aus Politik, Verwaltung, Gewerkschaft und Kirchen sind dem Aufruf vom "Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie e.V." gefolgt, da ausgerechnet am internationalen Tag gegen Rassismus die rechtsextremistische "Pro NRW" in Krefeld demontrieren will! Unsere Gegenkundgebung war ein friedliches und wichtiges Zeichen!!!!
Pro NRW stoppen!!!!!!!
20.3.2013 Buchvorstellung "Islam in Krefeld" 2.Aufl.
Grußwort
Bürgermeisterin Brinner
anlässlich
der Vorstellung der 2. Auflage des
Buches
„Islam in Krefeld“
am
20.03.2013, 19:00 Uhr, Krefelder Hof
Sehr
geehrter Herr Konsul,
sehr
geehrter Herr Demir,
meine
Damen und Herren,
stellvertretend
für Herrn Oberbürgermeister Kathstede darf ich Ihnen die besten
Wünsche der Verwaltung und des Rates der Stadt Krefeld übermitteln
und Sie herzlich willkommen heißen:
Hos
geldiniz (gesprochen: hosch
geldiniss)!
Eine
Bürgermeisterin christlichen Glaubens, die bei der Vorstellung eines
Buches über den Islam ein Grußwort sprechen darf, ist ja nicht
unbedingt selbstverständlich.
Daher
interpretiere ich Ihre Einladung auch als Ausdruck des Vertrauens und
der Überzeugung, dass wir trotz
unterschiedlicher
Religionszugehörigkeit gemeinsam
einen
Weg gehen, der in unserer Stadt seit langem
angelegt
und von Toleranz und Miteinander gegenüber jedem Menschen, gleich
welcher Herkunft, Kultur oder eben auch religiösen Überzeugung er
sei, geprägt ist.
Mit der
zweiten, überarbeiteten und erweiterten Auflage des Buches „Islam
in Krefeld“ vollzieht sich genau dies: Die Krefelder Muslime gehen
erneut auf ihre
Mitbürgerinnen
und Mitbürger zu. Sie erklären und
informieren,
sie präsentieren sich, sie lösen das
Unbekannte
und Fremde auf. Insofern leistet die Union der Türkischen und
Islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung e.V. mit diesem Buch
natürlich einen
wertvollen
Beitrag für das gegenseitige Verständnis der Bürgerinnen und
Bürger in unserer Stadt.
Die
Tatsache, dass die erste Auflage im Nu vergriffen war, verdeutlicht
natürlich andererseits das große
Interesse
und die Bereitschaft, den Islam
kennenzulernen,
seine Prinzipien und damit gleichzeitig die Menschen, die diesen
Glauben leben, besser zu verstehen.
Was für
die erste Auflage galt, gilt mithin auch für die zweite: Dieses Buch
ist wichtig und richtig, weil es den selbstverständlichen Umgang
miteinander befördert.
Und auf
diesem Weg sind wir nicht zuletzt durch die
vorbildliche
und engagierte Arbeit der türkisch-islamischen Union bereits ein
gutes Stück
vorangekommen.
Seit
ihrer Gründung im Jahre 1993 konnten Sie
beispielsweise
bei der Entwicklung des Krefelder
Integrationskonzeptes
und durch Ihr Wirken im
Integrationsausschuss
viele wichtige Akzente setzen.
Und
wenn vor kurzem in den Medien davon die Rede war, dass Krefeld bei
der Integration bundesweit vorne ist, dann ist auch das zu einem
guten Teil Ihrem
großartigen
Engagement zu verdanken. Denn mit der Zusage für das Modellprojekt -
Gemeinsam für
Integration
– sind die Voraussetzungen für ein
umfassendes
gegenseitiges Verständnis und ein
friedliches
Neben- und Miteinander weiter verbessert worden.
Das
Ziel, das wir alle gemeinsam verfolgen sollten, kann eigentlich nur
darin bestehen, dass unser Land und
unsere
Stadt für jeden einzelnen zur ganz persönlichen Heimat werden.
Schon
bei der Vorstellung der ersten Auflage des
Buches
vor gut einem Jahr habe ich gesagt, dass ich sowohl privat als auch
beruflich immer wieder
Mitbürgerinnen
und Mitbürgern begegne, deren
Migrationshintergrund
sie nicht daran gehindert hat,
in
Krefeld anzukommen und hier eine neue Heimat zu finden.
Es geht
also, wenn wir alle daran arbeiten und auch – dies sollte
selbstkritisch durchaus gesagt werden dürfen – die Stadt Krefeld
in mancherlei Hinsicht umsichtiger, souveräner und entschiedener
handeln würde.
Der
Islam gehört inzwischen nicht nur zur aktuellen
Krefelder
Realität – dies belegt die Auswertung der
Meldestatistiken
in diesem Buch. Er ist längst ein Teil der Geschichte unserer Stadt
geworden. Die gemeinsame Zukunft hat also schon längst begonnen.
Meine
Damen und Herren, wir sind Christen, Muslime, Juden, Buddhisten und
Hindus, wir pflegen
unterschiedliche
Bräuche, gehen in unterschiedliche Gotteshäuser und essen
unterschiedliche Dinge, aber dennoch sind wir in dieser Stadt vor
allem eines:
Krefelder!
In
diesem Sinne freue ich mich auf die anschließende Lesung und wünsche
uns allen einen interessanten,
angenehmen
Abend und gute Gespräche.
Samstag, 16. März 2013
16.3.2013 Willi-Münstermann-Pokal ausgetragen in der Krefelder Rheinlandhalle
auf dem Foto aufgenommen in der VIP-Lounge der Rheinlandhalle: Herr ter Laak (2. Vorsitzender des Schlittschuh-Club Krefeld 1978 e.V., Carola Ponzelar-Reuters (eine der Preisrichterinnen), Katharina Zientek (das derzeitige Aushängeschild des SCK, Bronze bei den Deutschen Meisterschaften, beste Läuferin aus NRW !!) und zum Schluß meine Person
Donnerstag, 7. März 2013
5.3.2013 Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Frau Rebekka Eckelboom
Große Freude bei mir Frau Rebekka Eckelboom diese hohe Auszeichnung für Ihre großartigen Leistungen und Verdienste im Umwelt- und Naturschutz stellvertretend für den Oberbürgermeister zu überreichen!!

Rede
Bürgermeisterin Monika Brinner
Anlässlich
der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an
Frau
Rebekka Eckelboom
am
05.03.2013, 16:00 Uhr, Rathaus
- das
gesprochene Wort gilt –
Meine Damen und Herren,
über den
Wert astrologischer Prognosen lässt sich ohne Frage vortrefflich
streiten. Aber die Eigenschaften starker Wille, Großzügigkeit,
Gerechtigkeitssinn und Souveränität, die dem Sternzeichen Löwe
zugesprochenen werden, beschreiben erstaunlich gut einen Teil dessen,
was Sie, verehrte Frau Eckelboom, auszeichnet.
Andere
Quellen ergänzen dieses Bild und sprechen von Ihnen als einem
freundlichen, selbstbewussten Mensch mit einem großen Herzen.
Sterne,
Erbgut oder Vorsehung: Unter dem Strich ist es eigentlich völlig
unerheblich, was der Grund für Ihre herausragende Lebensleistung
ist.
Vielleicht
profitieren wir auch davon, dass die Faszination Natur einem durchaus
die Sprache verschlagen kann. Jedenfalls gehören Wörter wie
Feierabend, Leerlauf und Hände - zumindest in der Verbindung mit in
den Schoß legen – nicht zu Ihrem Gebrauchsvokabular.
In fünfter
Generation in Gellep-Stratum tief verwurzelt, fanden Sie schon in
frühester Kindheit - unter anderem durch Radwanderungen - Ihren ganz
persönlichen, innigen Zugang zu unserer wunderbaren
niederrheinischen Natur. Auf diese Weise wurden Sie eine intime
Kennerin der gesamten Region und insbesondere des Latumer Bruchs, dem
Sie besonders verbunden eng sind.
Für uns
war es ein absoluter Glücksfall, dass der damalige Exkursionsleiter
Thies Ihnen während einer geführten Radtour anbot, die Funktion als
Landschaftswart zu übernehmen.
So sind Sie
seit 1998 Mitglied der Landschaftswacht der Stadt Krefeld und aktuell
Landschaftswärterin für die Bereiche Elt, Spey und Maigrund. Mit
der Ihnen eigenen Akribie beraten und informieren Sie dort geduldig
interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Wer das
Wohl dieser herrlichen Landschaften beispielsweise durch
Schwarzbauten, wilde Müllkippen oder nicht genehmigte Rodungen
gefährdet, bekommt es allerdings mit einer ganz anderen Rebekka
Eckelboom zu tun.
Dann weisen
Sie nicht nur direkt vor Ort auf die tatsächlichen und rechtlichen
Folgen des Fehlverhaltens hin, sondern melden die Rechtsverstöße
konsequent der zuständigen Behörde.
Seit 2001
sind Sie außerdem Mitglied des Naturschutzbundes Krefeld/Viersen
e.V. – kurz NABU - wo Sie im Jahre 2010 die Leitung der Gruppe
Krefeld, die mit 1.300 Mitgliedern zu den größten der Region
gehört, übernommen haben. Mit Ihren Teams betreiben Sie dort unter
anderem Biotop-Pflege, bauen Nisthilfen für Vögel und sorgen für
den Schutz von Amphibien und Fledermäusen.
Darüber
hinaus erfassen und kartieren sie Pflanzen und Vögel.
Liebe Frau
Eckelboom, wie ich weiß, ist Ihnen dabei die Einbeziehung von
Kindern und Jugendlichen immer besonders wichtig, und darüber freue
ich mich von Herzen. So lernt unser Nachwuchs etwa im Rahmen Ihrer
NABU-Ferienprojekte, Natur aktiv und bewusst zu erleben und zu
schätzen. Dabei wird Ihr großartiger Einsatz für den Naturschutz
zum Vorbild für viele dieser jungen Menschen. Davon profitiert
beispielsweise eine Obstwiese am Tierheim Flünnertzdyk, die Sie mit
einer Nachwuchsgruppe pflegen.
Meine Damen
und Herren, wenn ich vorhin erklärt habe, dass Müßiggang und
Rebekka Eckelboom quasi Antipoden sind, dann wissen Sie, dass hier
noch längst nicht Schluss sein kann. In Seminaren gibt Rebekka
Eckelboom ihre umfassenden Naturkenntnisse weiter und steht auch
Naturfremden mit Rat und Tat zur Seite.
Dabei
vermittelt sie keineswegs nur theoretisches Wissen, sondern schult
Interessierte auch schon einmal ganz praktisch im Umgang mit einer
Sense.
Ob Hamme
oder Dorn, Dengeln oder Wetzen, nach einem Eckelboom-Intensivkurs
macht den frischen Mähkunst-Spezialisten keiner mehr etwas an diesem
Gerät vor.
Ihr
Engagement, verehrte Frau Eckelboom, geht jedoch weit über die
Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten und über die Bewahrung der
Natur hinaus. Wann immer es möglich ist, gewinnen Sie verlorenes
Terrain für die Vielfalt der Natur zurück. So legten Sie mit
Unterstützung der Unteren Landschaftsbehörde in den letzten Jahren
an artenarmen Abschnitten Wildkräuterstreifen an.
Und wie ich
hörte, sind Sie gerade dabei, das Wappentier des NABU, den
Weißstorch, wieder in Ihrem Latumer Bruch anzusiedeln.
Als
Maschinen- und Anlagenbauingenieurin kennen Sie auch die ökonomischen
Zwänge und Bedürfnisse vieler Krefelder Unternehmen und verfügen
über große technische Fachkompetenz. Daher stammen aus Ihrer Feder
fundierte Stellungnahmen zu aktuellen, regionalen Umweltthemen.
Darüber hinaus haben Sie wissenschaftliche Beiträge und
Auswertungen über die Region zusammengetragen.
Ihrer
akribischen Fleißarbeit ist es zu verdanken, dass wir heute davon
ausgehen können, dass im Latumer Bruch etwa 130 Arten leben, die auf
der Roten Liste stehen.
Diese Kunde
trugen Sie bis nach Brüssel und waren daran beteiligt, dass diese
reizvolle Naturlandschaft zum Natura 2000 Gebiet erklärt wurde.
Damit fällt sie nun unter die europäische
Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) zur Erhaltung der biologischen
Vielfalt und steht unter einem besonderen Schutz.
Des
Weiteren befassen Sie sich als Mitglied des Entomologischen Vereins
Krefeld e.V. mit der Kartierung von Schmetterlingen.
Auch wenn
Ihre größte Begeisterung wohl dem grünen Brombeer-Zipfelfalter
gilt, setzen Sie sich über die Belange der Region hinaus für den
Erhalt des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings, einer
Schmetterlingsart, die europaweit gefährdet ist und ebenfalls der
FFH unterliegt.
Und zu
guter letzt sind Sie im Bürgerverein Gellep-Stratum 1975 e.V. aktiv,
wo sie sich für den Gewässerschutz, die Einhaltung von
Wasserschutzrichtlinien und für die Grabenpflege einsetzen.
Liebe Frau
Eckelboom, Ihr ehrenamtliches Engagement für den Umwelt- und
Naturschutz ist ebenso herausragend wie vorbildlich und ich danke
Ihnen von Herzen dafür.
Mit Ihrem
Wirken befreien Sie die inneren Antennen vieler Krefelderinnen und
Krefelder von den Verkrustungen des hektischen Großstadtlebens und
öffnen ihnen damit die Augen für die Schönheit, die Vielfalt und
den Artenreichtum unserer niederrheinischen Natur.
Menschen
wie Sie tragen entscheidend dazu, dass Krefeld der Balanceakt
zwischen Industriestandort und grüner Stadt mit hohem Freizeitwert
gelingt.
Natürlich
bin ich mir sehr wohl darüber im Klaren, dass es sich nicht ziemt,
das Alter einer Dame zu verraten. Ich hoffe jedoch, dass Sie mir
diese kleine Indiskretion heute gestatten. Und das hat einen guten
Grund, denn es kommt nicht allzu oft vor, dass eine Empfängerin des
Bundesverdienstkreuzes noch nicht einmal das sechste Lebensjahrzehnt
vollendet hat.
Daher
können wir mit der heutigen Ehrung nur eine Zwischenbilanz ziehen,
denn ich bin mir sicher, dass wir noch sehr viele Jahre von Ihrem
außergewöhnlichen Einsatz profitieren werden:
von der
Botschafterin eines verantwortungsvollen Umgangs mit unserer Natur,
vom Vorbild für Erwachsene und besonders für Kinder und Jugendliche
und von Ihrer Gabe, Menschen die Liebe zur Natur näher zu bringen
und sie für den Umweltschutz, für die Bewahrung der Schöpfung zu
begeistern.
Bei alledem
sind Sie nie eine Liebhaberin von Imponiergehabe und großen Worten
gewesen. Stattdessen betonen Sie immer wieder, dass ein Einzelner im
Umwelt- und Naturschutz kaum etwas bewirken kann, sondern für den
Erfolg auf entschlossene Mitstreiter angewiesen ist.
Ich bin
deshalb sehr froh, dass Ihr großartiges Engagement unserem
Bundespräsidenten, Joachim Gauck, dennoch nicht verborgen geblieben
ist.
Liebe Frau Eckelboom, ich wünsche Ihnen weiterhin
viel Erfolg bei Ihren zahlreichen Herzensangelegenheiten und hoffe,
dass Ihr Einsatz in unserer Stadt Schule macht. Ich freue mich, Ihnen
heute diese hohe Auszeichnung überreichen zu dürfen und verbinde
hiermit den herzlichen Dank der Bürgerinnen und Bürger der Samt-
und Seidenstadt Krefeld.
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